Dienstag, 31. Juli 2012

Nein. Es ist kein Brotteigklumpen. Hier geht es nicht um Rezepte, sondern um Puppenbau!

In meiner Werkstatt fand ich seit 12 Jahren abgelaufenes Holzmodeliermehl. Bisher arbeitete ich mit normaler Pappmachetechnik, aber mal was Neues ausprobieren schadet nur selten. Wusste gar nicht, das getrocknete Zellulose ein Verfallsdatum hat. Naja. Salz hat ja auch eines. Nicht drüber nachdenken. Funktionierte super. Einfach anrühren, kneten, halbe Stunde warten und auf den Styroporkopf raufschmaddern.

Tip: Finger und zu bearbeitenden Hintergrund immer schön nass machen!

Das schöne, das Zeug kann man verschlossen (z.Bsp. alte Eiskremeschachtel) unbedenklich eine Woche lang stehen lassen. Funktioniert immer noch.
Trocknen tut das Ganze allerdings eher langsam, zumindest dickere Partien. So dünn wollte ich die Masse auch nicht auftragen, damit ich sie nachher noch bearbeiten und Material wieder abschnitzen kann.
Richtig ausgetrocknet kann man dann damit umgehen wie wie Holz. Schnitzen, schleifen, Kamin mit anfeuern....

Tip: Bei kleineren Stücken kann man die Trockenphase beschleunigen, in dem man alles in den Ofen schiebt und bei 50 Grad mehrere Stunden vor sich hintrocknen lässt. Nicht heißer, kann sein, dass es rissig wird.
Ich weiß, ich weiß, die Stromrechnung und die Umwelt....Es ist auch NUR ein Tip.

In diesem Fall trocknete der Kopf drei Tage lang gut durch.
Genug Zeit, sich um das Kostüm bzw. ein Unterkleid zu kümmern.

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